Ludesco, Festival de jeux et d'expériences ludiques

FESTIVAL FÜR SPIELE UND SPIELERLEBNISSE
VOM 27. MÄRZ 12 UHR BIS ZUM 29. MÄRZ 2026 20 UHR

Ludesco 2026 – Wenn das Publikum das Spiel auslöst

Vom 27. bis 29. März 2026 wird Ludesco, das grösste Festival für Spiele und spielerische Erlebnisse der Schweiz, La Chaux-de-Fonds für 55 Stunden nonstop in Beschlag nehmen. Drei Tage und zwei Nächte lang verwandelt sich die Stadt in ein riesiges spielerisches Labor, in dem ernsthaft gespielt wird, ohne Anleitung getestet wird und das Publikum selbst zum Akteur des Erlebnisses wird.

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Nach einer Rekordausgabe 2025 mit 11 000 Eintritten steht das Festival vor einer üppigen 17. Ausgabe. Spiele, partizipative Erlebnisse, Konferenzen, ungewöhnliche Shows und kreativ verfremdete Klassiker prallen in einem dichten Programm aufeinander, das als permanentes Versuchsfeld konzipiert ist – nichts ist festgelegt, alles kann kippen.

Ein Programm zwischen Neuheiten und Klassikern

2026 bekennt sich Ludesco mehr denn je zu seinem experimentellen Anspruch – mit Carton, einer neuartigen Lotto-Performance. Hier gibt es keine passiven Zuschauerinnen und Zuschauer: Das Publikum wird zum Motor einer vollständig improvisierten Aufführung an der Schnittstelle von Spiel, künstlerischer Performance und kollektiver Erfahrung. Ein radikaler Vorschlag, der sinnbildlich für ein Festival steht, das das Recht auf Risiko und das Verwischen von Grenzen einfordert. Ganz in diesem Sinne entfaltet das Programm zahlreiche Formate, die überraschen, Gewohnheiten verschieben und Begegnungen provozieren wollen.

Unter den angebotenen Erlebnissen nehmen einige eine bewusst kollektive Dimension an. Eine gigantische Partie des neu interpretierten Klassikers Werwolf: Les Loups-Garous de Baker Street lädt hundert Spielerinnen und Spieler ein, in ein nebliges viktorianisches London einzutauchen, wo sich Intrigen, Deduktionen und Verrat bis tief in die Nacht verweben. Auf mehrere ikonische Schauplätze der Saga verteilt, müssen die Teilnehmenden die Vernunft – oder das Verbrechen – zum Sieg führen, in einer Ermittlung, die so spannend ist wie ein Roman von Conan Doyle.

Man greift Klassiker auf, geht aber auch weiter. Das Programm öffnet sich zudem hybriden Formaten an der Schnittstelle von Kunst, Geschichte und Spiel. XOC, ein spielerisches Werk, inspiriert vom 260-tägigen Maya-Kalender, entfaltet sich in Vorträgen und Spielsitzungen und lädt das Publikum zu einer sensorischen und symbolischen Erfahrung ein. Entwickelt wurde sie von Historikerinnen und Historikern, mexikanischen Kunsthandwerkerinnen und Kunsthandwerkern sowie zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern.

Mitten in diesen Neuheiten haben auch die Klassiker ihren festen Platz. Ludesco 2026 setzt weiterhin stark auf kompetitive Formate und anspruchsvollere Spielpraktiken. Riesige Magic: The Gathering-Turniere bringen erfahrene Spielerinnen und Spieler zusammen, während Einführungen in klassische Spiele – Schach, Mahjong, Backgammon, Go, Bridge, Scrabble oder den Rubik’s Cube – allen ermöglichen, tragende Säulen der Spielkultur neu oder erstmals zu entdecken.

Die Stadt als Spielfeld

Entdecken und Erkunden prägen auch den Geist des Festivals, das erneut kulturelle Institutionen von La Chaux-de-Fonds bespielt und sie aus einer ungewohnten Perspektive erlebbar macht. So verwandelt etwa das riesige Versteckspiel des BiblioWeekend die Bibliothek in ein Spielfeld zwischen den Regalen – eine spielerische, kollektive Neuinterpretation eines universellen Spiels für Festivalbesucherinnen und -besucher jeden Alters.

In diesem Jahr überschreitet das Festival sogar die Stadtgrenzen von La Chaux-de-Fonds und eröffnet einen neuen, aussergewöhnlichen Ort für ein grosses immersives Erlebnis. Mysterium Live überträgt das bekannte Detektivspiel in eine Version im echten Raum. Hä? In einem Herrenhaus in Le Locle versuchen acht Teams von Medien, das Rätsel eines ungeklärten Todes zu lösen, geleitet von den rätselhaften Visionen eines Geistes. Beobachtungsgabe, Fantasie und Zusammenarbeit sind entscheidend, um das Unsichtbare rechtzeitig zu entschlüsseln. Ein Angebot, das beispielhaft zeigt, wie Ludesco sein Spielfeld erweitert und seinen Horizont öffnet.

Ein Festival für alle

Diese Offenheit zeigt sich bereits in den ersten Stunden. In Anlehnung an das erfolgreiche Modell des Vorjahres öffnet Ludesco schon am Freitagmittag und lädt zu einem multikulturellen gemeinsamen Essen ein, um das Festival auf die genussvollste und geselligste Weise zu eröffnen. Ein klares Signal der Offenheit über sprachliche und kulturelle Grenzen hinweg, verstärkt durch Spiele aus der Deutschschweiz, die das ganze Wochenende über von deutschsprachigen Animatorinnen und Animatoren erklärt und betreut werden.

Ludesco wird sein Engagement für Inklusion, Zugänglichkeit und Mehrsprachigkeit fortsetzen und weiter ausbauen und damit seinen Status als nationale Veranstaltung bekräftigen – offen für alle Spielerinnen und Spieler, unabhängig von Alter oder Spielerfahrung.

Am Vorabend des Jahres, in dem La Chaux-de-Fonds zur Schweizer Kulturhauptstadt 2027 wird, bestätigt das Festival bereits die Rolle der Stadt als Epizentrum des Spiels, der Kreation und der partizipativen Kultur.

Spielen mit der Familie

Dieser Geist zeigt sich auch im öffentlichen Raum. Bei Ludesco endet das Spiel nicht an den Wänden der Veranstaltungsorte. Draussen verwandelt sich die Rue de la Serre in ein echtes Spielerdorf. XXL-Spiele, interaktive Installationen und überraschende Formate laden Passantinnen und Passanten dazu ein, stehen zu bleiben, zu spielen, zu laufen, zu beobachten oder sich einfach überraschen zu lassen – in einem kostenlosen Bereich mit einem so reichen Programm wie nie zuvor.

Spielinstallationen, spontane Animationen und Begegnungsräume laden zum Mitmachen oder Zuschauen ein. Ein niederschwelliger Einstieg ins Festival – oft der erste Schritt in das Ludesco-Erlebnis. Diese Aufmerksamkeit für Zugänglichkeit setzt sich konsequent in einem familienfreundlichen Programm fort. Das Festival bietet einen erweiterten Familienbereich mit neuen Standorten, darunter Waldspiele für Kinder und spezifische Animationen an mehreren Orten der Stadt.

Ein Treffpunkt für Fachleute der Spielbranche

Im Laufe der Jahre hat sich das Festival als unverzichtbarer Treffpunkt für Fachleute der Branche etabliert. Spielautorinnen und -autoren, Kreative, Verlage sowie Akteurinnen und Akteure der Spielvermittlung kommen hier zusammen, um Neuheiten vorzustellen, Prototypen zu testen und sich mit neugierigen Festivalbesucherinnen und -besuchern über die Spiele von morgen auszutauschen.

Die Ausgabe 2026 setzt diese Dynamik fort mit einem eigenen Bereich für Verlage, der erstmals in der Schule für angewandte Kunst untergebracht ist – eine Premiere, die das Herz des Festivals, das sogenannte „Spielerdorf“, weiter ausdehnt. Spielbare Prototypen mit eigens vorgesehenen Austauschformaten unterstreichen erneut Ludesco’s Rolle als lebendiges Labor des schweizerischen Spielökosystems.

Spiele auszeichnen, die die Schweiz spielen lassen

Dieser Dialog zwischen Publikum und Kreativen findet einen symbolischen Höhepunkt im Swiss Gamers Award. Verliehen vom Verein Ludesco in Partnerschaft mit dem Verband Schweizer Ludotheken und dem Schweizerischen Spiele-Museum, zeichnet der Preis jährlich jene Gesellschaftsspiele aus, die von Spielerinnen und Spielern in der Schweiz besonders geschätzt werden – basierend auf einer breiten Konsultation von Spielclubs, Vereinen und Ludotheken im ganzen Land.

2026 werden erstmals drei Auszeichnungen vergeben. Der Swiss Gamers Award kürt das Spiel des Jahres über alle Kategorien hinweg, während der Swiss Gamers Award Family Spiele ehrt, die sich besonders für das Spielen in der Familie eignen. Neu in dieser Ausgabe ist der Swiss Gamers Award Expert, der Spiele mit hoher strategischer Tiefe und komplexen Mechaniken für ein besonders erfahrenes Publikum auszeichnet.

Ohne Freiwillige kein Ludesco

Hinter dieser vielfältigen Programmgestaltung steht ein entscheidender Motor: die Freiwilligen. Jedes Jahr empfangen, betreuen und beleben mehr als 250 Helferinnen und Helfer das Festival von innen heraus.

Für die Ausgabe 2026 startet das Organisationskomitee erneut einen Aufruf zur Mitarbeit und lädt alle ein, die sich einige Stunden – oder mehr – engagieren möchten, Teil eines leidenschaftlichen und unverzichtbaren Teams zu werden.